Leitung der Verwaltung

Hier sind die Herausforderungen immens. Viel größer meiner Einschätzung nach, als bei früheren Bürgermeisterwahlen. In den letzten Jahren haben viele Bedienstete ihren wohlverdienten Ruhestand erreicht oder haben die Stadt Lügde aus anderen Gründen verlassen. Das sind Personen, die teilweise über Jahrzehnte die Verwaltung in Lügde geprägt und gestaltet haben.

 

„Mit Heinz Reker geht dieses Jahr nicht nur der aktuelle Bürgermeister, sondern auch eine Führungskraft mit 50 Jahren – einem halben Jahrhundert – Verwaltungserfahrung.“

 

Gleichzeitig kommen viele Aufgabenschwerpunkte neu oder stärker auf die Verwaltung hinzu. Die Digitalisierung ist hier nur ein Schwerpunkt. Ebenso die Umsetzung der Modernisierungsmaßnahmen am Schulzentrum. Die größte Investition in der Geschichte unserer Stadt. Zusätzlich haben wir die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller Zeiten, weil wir so deutlich investiert haben und es im Schulzentrum weiter tun. Und das wird durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch verschärft. Ohnehin stellt uns diese Pandemie vor unglaubliche Herausforderungen – als gesamte Gesellschaft.

 

„Eine Hauptaufgabe des nächsten Bürgermeisters wird es also sein, die Verwaltung personell und fachlich so aufzustellen, dass sie die Herausforderungen der Gegenwart im Sinne der Bürgerschaft meistern kann und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass wir finanziell und strukturell auch für die Zukunft handlungsfähig bleiben.“

 

Mein Ziel ist es dabei, dass wir die Stadt Lügde und die Verwaltung weiter im Sinne einer Bürgerkommune des modernen 21. Jahrhunderts aufstellen. Eine Verwaltung, die sich als Partner auf Augenhöhe mit Bürgerschaft, Wirtschaft, Ehrenamt und den weiteren örtlichen Akteuren begreift. Wenn wir die Zukunft positiv und nachhaltig gestalten wollen, müssen wir alle Akteure vor Ort einbinden. Gerade unsere Stadtentwicklungskonzepte haben gezeigt, welche Potentiale durch mehr Bürgerpartizipation und Öffentlichkeitsbeteiligung aktiviert werden können.

 

„Ich bin vom Modell des aktivierenden Staates diesbezüglich überzeugt und wünsche mir dementsprechend die aktivierende Stadt Lügde.“

 

Für die Beschäftigten als möglicher neuer Chef gilt, dass ich Ihnen mehr Entwicklungs-, Gestaltungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten geben möchte. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch mehr Mitverantwortung und Eigenverantwortung für die Belange unserer Stadt. Ich möchte, dass sich unsere Mitarbeiter*innen vom Bauhof, den Kitas bis zur Verwaltung mit ihrer Arbeit voll identifizieren.  Teamwork, eine zielorientierte Gesprächskultur und die Entwicklung von eigenen Ideen und Lösungen sind für mich der Garant für ein gutes Ergebnis.  Und ich wünsche mir  mehr Wertschätzung für die Bediensteten.

 

„Mehr Wertschätzung bedeutet auch mehr Motivation seine Arbeit gut zu machen.“